„Tag der Legenden“ 2008

Die Legenden erobern die Stadt

Der "Tag der Legenden" 2008

Das Jahr 2008 bot Spannung, Tricks und beste Unterhaltung. Kein Wunder: Hatten doch die 70 Legenden in ihrer Karriere zusammen 16.030 Spiele absolviert, über 3000 Bundesligatore erzielt und wurden insgesamt 66 Mal Deutscher Meister, 9 Mal Europameister und 8 Mal Weltmeister. Dazu dann ein fast ausverkauftes Millerntor mit über 19.000 begeisterten Zuschauern, die eine Gänsehautstimmung erzeugten.

„11 Freunde müsst ihr sein“ ist eine geläufige Fußballweisheit. Bevor die zwei Mannschaften am 7.September 2008 den heiligen Rasen des Millerntor betraten, um diesen philosophischen Ansatz in die Tat umzusetzen, stand vorab ein Team ohne Schlussmann im Rampenlicht, die „Ten Tenors“ sangen ihre besondere Version des Franz Beckenbauer-Klassikers „Gute Freunde kann niemand trennen“. Ein erster Höhepunkt.

Und das Spiel hatte es in sich. Ein Mehmet Scholl, der darauf drängte ein Tor zu schießen, aber es leider beim guten Willen belassen musste und sich auch dem Torpfosten geschlagen geben musste. Besser machte es Sergej Barbarez, der zwei Tore für das Team Hamburg beisteuerte. Schon zur Halbzeit stand es 5:0 gegen das Team Deutschland und wer Stefan Effenberg beobachtete, der merkte, wie ihn das gewaltig wurmte. In der Halbzeit, die für die Zuschauer durch die Band Madsen rockig überbrückt wurde, erwartete man daher eine flammende Motivationsansprache des Teamchefs Rudi Völler, wohingegen Team Hamburg-Chef Helmut Schulte die Teamansprache mit professioneller Gelassenheit abhielt.

Doch Stefan Effenberg versuchte in der 2. Hälfte dann alles, um den Anschluss wieder herzustellen, aber umsonst. Auch Markus Merck, der sonst als Unparteiischer nach Toren zur Mittellinie zeigt, konnte als Spieler nichts ausrichten. Hätte er bloß seine Pfeife mitgehabt, um den ein oder anderen Elfmeter rauszuholen. Doch Legenden sind faire Sportskameraden und verzichteten auf Schwalben jeglicher Colour. Unter den Augen von den HSV-Urgesteinen Uwe Seeler und Horst Hrubesch, die am Spielfeldrand bei Butterkuchen und Kaffee auf feinstem Polstermöbel saßen, gewann das Team Hamburg deutlich, wenn auch ein wenig zu hoch, mit 8:3.

Ein tolles Ergebnis für alle. Aber entscheidend war nicht der Endstand nach Toren, sondern der gute Spielausgang für die Unterstützung der Kinder- und Jugendarbeit in Hamburg: 2008 konnten wir so 180.000 Euro direkt in die NestWerk-Projekte geben. Und damit haben alle gewonnen. Darin waren sich Spieler, Zuschauer und die NestWerk-Familie einig.